Fallstudie · Lufthansa Technik · Mobile Engine Services
Digitales Shopfloor Management in der Triebwerkswartung
Wie die Standorte Tulsa (USA) und Dublin (Irland) ihre Arbeit über Länder und Zeitzonen hinweg transparent steuern – mit einer digitalen Kommunikationskaskade vom Team bis zur Leitung.

Auf einen Blick
Projekt-Steckbrief
- Kunde: Lufthansa Technik
- Business Unit: Mobile Engine Services
- Standorte: Tulsa, Oklahoma (USA) und Dublin (Irland)
- Branche: Luftfahrt, Triebwerkswartung (MRO)
- Dauer: 24 Monate für volle Implementierung an zwei Standorten
- Thema: Implementierung von digitalem Shopfloor Management
- Werkzeug: ValueStreamer
- Beraterteam: Weert Jacobsen-Kramer, Dr. Andreas Romberg, Matthias Weber
Der Kunde
Triebwerkswartung dort, wo das Flugzeug steht
Mobile Engine Services von Lufthansa Technik wartet und repariert Triebwerke direkt beim Kunden oder in einer nahegelegenen Reparaturstation – damit Triebwerke länger am Flügel bleiben und teure Werkstattbesuche entfallen. Betreut werden Triebwerke wie LEAP-1A/-1B, V2500, PW1100 und CFM56.
Das Netzwerk umfasst sechs Reparaturstationen darunter Frankfurt (D), Tulsa (USA), Dublin (IRL), Shenzhen (CN) und Montreal & Calgary (Canada).
Projektziel: Transparenz in der Produktion als Enabler für kürzere TAT (Turn-Around-Time)
6
Reparaturstationen weltweit
200+
Mechanikerinnen und Mechaniker, rund um die Uhr einsatzbereit
~600
Einsätze pro Jahr für mehr als 80 Kunden
Angaben laut Lufthansa Technik.
Die Herausforderung
Gute Pläne – aber die Realität im Hangar ändert sich stündlich
In der mobilen Triebwerkswartung zählt jede Stunde: Ein Triebwerk am Boden heißt ein Flugzeug am Boden. Einsätze sind schwer vorhersehbar, Ersatzteile, Werkzeuge, Fachkräfte und Prüfstände müssen kurzfristig zusammenkommen – über Standorte, Länder und Zeitzonen hinweg.
Besonders die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und spezielle Werkzeuge stellen die Standorte vor Herausforderungen.
Nicht die Planung entscheidet, sondern wie schnell Abweichungen erkannt und gelöst werden. Physische Boards und Stehungen vor Ort reichen dafür nicht mehr aus, wenn Teams an mehreren Standorten zusammenarbeiten.
Die Ausgangslage: veraltete Kommunikationskaskade, unklare Verantwortlichkeiten (Projektemanagement und Produktion und Kundenservice), Fehlende Transparenz über den Status des Events, Liefertreue und Turn-Around-Time.

Digitales Shopfloor Management (DSFM) verbindet Standorte in einer Kaskade.
Der Ansatz
Shopfloor Management ist die Methode. Die Software ist das Werkzeug.
Wir haben nicht einfach ein Tool ausgerollt. Wir haben die Methode eingeführt, die Team- und Prozessboards gemeinsam mit den Teams aufgesetzt und die Führungskräfte im Alltag gecoacht – Arbeit im System und Arbeit am System.
Das Werkzeug
ValueStreamer: Shopfloor Management auf der Datenautobahn
Für die digitale Kaskade in Tulsa und Dublin setzen wir auf ValueStreamer – eine Softwarelösung für digitales Shopfloor Management, entwickelt von Dr. Andreas Romberg und dem Team der ValueStreamer GmbH. Sie ist vollständig auf der Shopfloor-Management-Methodik aufgebaut und bildet nicht nur die Produktion ab, sondern alle Prozesse eines Unternehmens – vernetzt über Standorte und Länder hinweg.
So entsteht ständig ein aktuelles Bild der Lage, ohne Reisen und ohne Papierboards. Teams und Führung können präziser und schneller handeln.
Der Softwareanbieter aus Deutschland liefert ein klares methodisches Konzept, das sich in der Software wiederfindet und in Grenzen verändert werden kann.
Der große Vorteil ist die Implemtierungsgeschwindigkeit und relativ einfache Konfiguration des Systems. So kommen Ihre PS schnell auf die Strasse.
TEAMTHINK ist Premium Delivery Partner von ValueStreamer: Wir führen die Methode ein, setzen die Team- und Prozessboards gemeinsam mit den Teams auf und begleiten sie im dSFM-Coaching.

ValueStreamer-Dashboard
Dashboards und Prozessboards
Alle relevanten Steuerungskennzahlen auf einen Blick, automatisch aggregiert. Aufträge und Projekte auf Prozessboards mit klaren Farbcodes – Abweichungen werden sofort sichtbar.
Teamboards und Kapazität
Kanban-Boards für die Arbeitspakete jedes Teams, wöchentliche Planung über 10 Wochen. Die Kapazität pro Person wird sichtbar und nach der 80-%-Regel geplant.
Methode im Werkzeug
Top-3-Themen, Go & See, Prozessbestätigung, Pareto-Analyse von Störungen, PDCA mit Ishikawa und A3 sowie transparente Eskalation über die ganze Kaskade.
Mehr zum Werkzeug: ValueStreamer – Digitales Shopfloor Management
Vorgehen
In vier Schritten zur digitalen Kaskade
Schritt 1
Methode verankern
Definition der Kommunikationskaskade, Einführung der Kollaborationslogik nach dem Performance U, Visualisierung, Aufbau von vernetzter Kommunikation und kurze tägliche Regelbesprechungen von rund 15 Minuten.
Schritt 2
Boards digital aufsetzen
Team- und Prozessboards, Dashboards mit den Steuerungskennzahlen und klare Eskalationswege – standortübergreifend und auf jedem Endgerät verfügbar.
Schritt 3
Rollierend planen
Nach der 10er-Regel: 10 Monate, 10 Wochen, 10 Tage, 1 Woche Takt. Kapazitäten werden sichtbar und auf 80 % geplant – das schafft Puffer für das Unvorhersehbare.
Schritt 4
Führung coachen
dSFM-Coaching für Führungskräfte: Top-3-Themen, Go & See, Prozessbestätigung und strukturierte Problemlösung mit PDCA und A3.

Multiprojekt-Management im ValueStreamer (Quelle: ValueStreamer GmbH)
Von der Strategie bis zum Hangar
Eine Kaskade für Strategie, Planung und Tagesgeschäft
Strategie
Ziele werden über Jahres- und Quartalsziele heruntergebrochen und in regelmäßigen Reviews mit der Umsetzung abgeglichen.
Planung
Rollierende Planung verbindet langfristige Verlässlichkeit mit kurzfristiger Steuerbarkeit. „Je genauer Du planst, desto härter trifft Dich der Zufall.“
Operative Steuerung
Im täglichen Shopfloor werden Abweichungen sichtbar, direkt gelöst oder über die Kaskade eskaliert – mit Kennzahlen nach SQCDP-Logik.
Ergebnis
Ein aktuelles Bild der Lage – an beiden Standorten, jederzeit
Mit der digitalen Kaskade sehen Productionsleitung, Kundenservice, Projektmanagement und Führung in Tulsa und Dublin jederzeit, wo es hakt – und können präziser und schneller handeln. Die Abstimmung mit der Supply-Chain läuft besser. Die Turn-Around-Time und Auslastung verbessert sich. Die Standorte sind in der Lage mehr Events im System einzulasten.
Arbeiten Ihre Teams über mehrere Standorte?
Im kostenlosen Strategiegespräch klären wir, wo Sie stehen und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.
Mehr dazu im Blog: Digitales Shopfloor Management · Strategieentfaltung und rollierende Planung



